3 Editorial
4 Inhalt
6 Fundstück der Saison
8 News | Termine
10 Judy Walker: Perle in 3-D
22 2-D-RAW-Kurs
33 Neue Bücher
46 Wiener Künstler
83 Leserbriefe
85 Tipps und Tricks
86 Wiener Perlenladen „Kölbl“
88 Kumihimo-Meisterin
92 Perlenladenverzeichnis
96 Wettbewerb „IBA“
98 Vorschau/Impressum
Anleitungen
26 Armband „Piaf“
29 Anhänger „Hidden Depth“
32 Halskette „Vulkanausbruch“
34 Kette m. Anhänger „Pom-Pom“
39 Ohrringe „Dipping Drop“
40 Sommerkette „Tentakel“
42 Kette „Call me Curvey“
62 Kette „Sommergold“
66 Häkelkette „Schwarz-Weiß“
68 Pandoras Necklace
73 Armband „Delightful Diamonds“
76 Magnetzylinderkette
78 Ring „Café Crema“
80 Titelanleitung „Pinch Cube Chain“
90 Kette in Kumihimo
Judy kann ihr Perlenwerk von allen Seiten betrachten, ja sie sieht jede einzelne Perle! Na ja, was ist denn daran so ungewöhnlich? Nun, dieses Werk gibt es zu diesem Zeitpunkt nur in ihrer Vorstellung. Judy kann es wie eine 3-D-Computeranimation im Kopf hin und her drehen. Wow! „Ich kann da sitzen und blind in die Luft starren, um mir etwas vorzustellen. Ich fange im Kopf an, mit Nadel und Faden zu arbeiten, sehe wie jede Perle an ihren Platz geht, dann sehe ich das Stück fertig vor mir“, erzählt sie am Telefon. Das kann nicht jeder! Wo hat sie das gelernt? Wer ist sie?
Fangen wir mit der zweiten Frage an. Sie ist – bescheiden! Ja, denn als Erstes erwähnt sie ihre leider verstorbene gute Freundin Penny Harrell, Perlenkünstlerin. Sagt, sie wäre ohne Ermunterung, Ansporn und Rückhalt von Penny niemals in die „Beading-Szene“ gekommen, hätte nicht unterrichtet. Dann lobt sie Ihren Kollegen Huib Petersen (s. Perlen Poesie 3), welch wunderbare Sachen er entwerfe, sowohl geometrische als auch organische Formen, welch brillanter Künstler und angenehmer Kursleiter er wäre. Sie hat den ersten Kurs, den er geleitet hat, besucht. Dann lobt sie auch ihren Ehemann, der sie so unterstützt.
Gearbeitet in Peyote unter Verwendung von dichromatischen (zweifarbigen) Zylinderperlen, hergestellt von Jamie Kawahara. Die Füllung jeder Perlenröhre besteht aus Trinkstrohhalmen, damit wird jedes Element etwas steifer. Die große Perle wurde mit Kunststoffstreifen von Verpackungsmaterial gefüllt,die zu einem Ring geformt waren und in der Perle aufsprangen, um so die notwendige Festigkeit zu erzeugen.Judy holt nun etwas aus, sagt, dass ihre Eltern eigentlich nie an den Dingen, die sie tat, interessiert waren. Sie hatten dieses Status-Denken, schenkten mehr Aufmerksamkeit dem, was man landläufig „Erfolg“ nennt. Von so etwas wie Kunst ließen sie sich nicht beeindrucken. Sie erzählt: „Ich war schon als Kind immer dicklich, viel allein und habe viel für mich geforscht und gelernt. Zum Beispiel habe ich mir das Spielen einiger Musikinstrumente alleine beigebracht. Das kam so: Ich ging zu einer Show, für die man sich im Stil der Renaissance-Zeit Englands kleidet, die entsprechende Musik spielt und dazu tanzt, auch Stücke aufführt, zum Beispiel von Shakespeare – eine fröhliche Sache. Ich mochte die Musik, also habe ich ein Aufnahmegerät gekauft und brachte mir selbst das Spielen bei und wurde schließlich in eine Tanzband, die Renaissance-Musik spielte, aufgenommen! Ich war so stolz