Glasperlen und Gold

Heft–04

03 Editorial
04 Inhalt
06 Fundstück der Saison
08 News | Termine
10 Laura Andrews: Cosmic Nature
22 Tri-Angle-Weave-Kurs
43 Silvia Winterstein – PHP und Perlen
62 Leserbriefe
63 Tipps und Tricks
63 Neue Bücher
64 Glasperlen und Gold
70 Perlenladenverzeichnis
92 Wer bestimmt die Farben!
94 Sabine Lippert: Voll auf Perle
98 Vorschau/Impressum

Anleitungen

24 Armband „Rainbow-Lace-Cuff“
27 Halskette „Eon“
32 Armband „Die Zauberflöte“
34 Armband „Rococo“
39 Schlüsselanhänger mit Perlenkugel
40 Halsschmuck „Ashes“
42 Ohrringe „Mondphase“
48 Armband, Kette „Zipper Necklace“
49 Halsschmuck „Pearl Pizzicato“
52 Titelanleitung „Cosmic Deco“
74 Kette „Chloris“
75 Armband „Sweetheart Ladder“
83 Armband „Sternenspitze“
85 Halskette „Duett“
86 Halsschmuck „Tautropfenblüte“

1904

Inv.-Nr. 6202/94Ant2, römisch, 1. Jh., L 17 cm, B 3 cm Das Prunkstück antiker Handwerkskunst besteht aus 11 länglichen und 2 dreieckigen filigranen Goldteilen mit jeweils 3 gefassten Glasperlen. Die einzelnen Abschnitte hängen mit Scharnieren beweglich aneinander.

1902

Inv.-Nr. 10691/01Ant23, römisch, 6. Jh., L 23 cm, B 4 cm Die Kette ziert mittig ein quadratischer, reliefartiger, umgebörtelter Goldblechanhänger, von dem zu beiden Seiten mit je 2 jadegrünen Glasstiften 5 hochrechteckige mit reliefartigen Blütenmotiven verzierte Goldplättchen abgehen.

Schmuck ist eine konkret gewordene Facette des jeweiligen Zeitgeistes. Das beinhaltet die Wahl der verwendeten Materialien und die dazu notwendigen Bearbeitungsweisen. Vorhandenes aus der Natur in ein eigenständiges Objekt umzuformen, dass es für den Menschen als Schmuck oder auch zur rituellen Bedeutung am Körper getragen werden konnte, das hat es mit Sicherheit seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte gegeben Wie viele „Schmuckgegenstände“ aus Samen, Blüten, Blättern … mögen vergangen sein, wurden wieder bedeutungslos.

1906

Inv.Nr.10602/00Ant15, römisch 2 Jh., L 46 cm, B 1 cm Durch die Kette mit 25 kleinen, runden, reliefartigen, gipsunterlegten Goldschmuckteilen führen zwei Reihen runder, oliven- und stiftförmiger Glasperlen in unterschiedlichen Farben.

1908

Inv.Nr.9681/99Ant12, römisch, 4 Jh., L 34cm, B 2 cm Von einer schwarzen, zweireihig gelochten, mittig angeordneten Triboloitenglasperle gehen zu jeder Seite zweireihig aufgezogen 9 längliche, gipsunterlegte, reliefartige Goldschmuckteile ab, zwischen denen jeweils 3 Glasperlen (1 königsblaue zwischen 2 trübweißen) aufgezogen sind.

Nur was aus wahrhaft festem Material gefertigt worden war, hat Spuren menschlicher Handwerkskunst hinterlassen, wie die Bearbeitung von Steinen, Holz, Horn, Muscheln, Knochen. Auch die Herstellung von Glas trug wesentlich dazu bei, Gerät und Schmuck von bleibendem Wert zu schaffen. Die Erfindung der Bronze in Luristan zeugt von der Fähigkeit des Menschen, Metallerze zu schürfen und daraus etwas zu formen. Die folgende Zeit mit der praktizierten Kenntnis der Eisenverhüttung brachte dem Menschen die Möglichkeit, Waffen, Gerät und Schmuck auch aus Eisen herzustellen.

1910

Inv.-Nr. 10692/01Ant24, hellenistisch, 2 Jh., vor Chr., L23,5 cm B 2,2 cm An einer Goldgliederkette mit einer linsenförmigen Karneolperle und 2 erbsengroßen, königsblauen Glasperlen zu jeder Seite hängt mittig ein runder Goldanhängermit einer Gemme aus Kerneol. Je nach Blickwinkel kann man auf dem 1,2 cm großen, kreisrunden, geschnittenen Teil der Gemme nacheinander 2 unterschiedkiche Kriegeranlitze und einen Pferdekopf sehen.

Auf diesen Techniken bauten in der Antike die Ägypter, die Griechen und die Römer auf. Sie konnten Metalle schmelzen, biegen, walzen, verbinden, ziselieren, treiben, granulieren, löten und z. B. Fassungen fertigen. Somit war möglich geworden, Metallteile mit Edelsteinen, Glassteinen, Bernstein und