3 Editorial
4 Inhalt
6 Fundstück der Saison
8 News
10 Diane Fitzgerald
22 Fischgrätkurs
46 Lampwork: Martina Spitzenfeil
56 Atelierbesuch: Birgit Bergemann
65 Leserbriefe
76 Reportage: Bead and Button Show
84 Wissen: Fadenvorbereitung
89 Perlenladenverzeichnis
98 Fortbildung: Meisterklassen
102 Vorschau/Impressum
26 Anleitungen:
26 Armband „Krokodil“
28 Taschenschmuck
32 Blütenlariat
38 Halskette „Glory“
41 „Sternenstaub“-Ring
49 Halskette „Leopard“
50 Titel-Schmuckstück „Alkyone“
62 Halskette „Petite Fleur“
66 Korallenketten
68 Halskette „Pussycat“
69 Halskette „Galaranke“
80 „Gefädelte Perlen“
86 „Blooming“
92 Halskette „Majestät“
95 Armband „Parthenon“
Zu den beliebtesten Stichen zählt der Herringbone Stitch, auf Deutsch Fischgrätstich . Der Name deutet auf die Ähnlichkeit der gewebten Perlen zum Fischgrätmuster in Tweedstoffen hin. Der Ursprung dieses Stichs wird dem Stamm der Ndebele in Südafrika zugeschrieben. Aus diesem Grund wird er auch „Ndebele-Fischgrät“ oder „Ndebele-Stich“ genannt. Das Besondere: mit jedem Stich nimmt man mindestens 2 Perlen gleichzeitig auf, im Unterschied zum Peyote-Stich, wo man normalerweise nur eine Perle pro Stich aufnimmt (außer bei Peyote-Stich über Paaren, engl. 2-drop-Peyote). Das Werk ist also schneller fertig. Außerdem ist der Fischgrätstich für flache oder schlauchförmige Stücke gleicherweise geeignet.
Flacher Fischgrätstich - „Flat Herringbone“
Der flache Fischgrätstich wird in Hin- und Rückreihen gearbeitet. Unsere Abbildungen erklären den Stich Schritt für Schritt.
Leiterstich als Anfang (Abb. 1–6)
Es gibt zwei Methoden, den Fischgrätstich zu beginnen. Die eine ist der echte Fischgrätstich-Anfang, auf Englisch „Baseless Heringbone“ genannt. Die andere ist der bekannte und einfache Leiterstich-Anfang. Wegen seiner Einfachheit eignet er sich gut für diesen Anfängerkurs. Der echte Fischgrätstich-Anfang wird in einer späteren Folge behandelt.
Mit dem Leiterstich (englisch: Ladder Stitch) beginnend, nimmt man am Anfang 4 und dann immer 2 Perlen auf und schafft sich somit die Grundlage für die Folgearbeiten.
Änderung der Arbeitsrichtung
Unsere Bilder erläutern zwei Methoden, um die Arbeitsrichtung und damit die Struktur eines Schmuckstückes leicht zu verändern. Es handelt sich um Techniken zum Wechsel von einer Reihe zur nächsten. Die Wahl der Technik richtet sich nach der gewünschten Struktur des Randes.
Die letzte Perle einer Reihe wird im ganzen Stapel darunter verankert.
(Foto A) Nachdem der Faden durch die letzten Perle der vorangehenden Reihe wie gewohnt von oben nach unten geführt wird, fädelt man von unten nach oben durch die vorletzte Perle dieser Reihe und weiter durch die letzte Perle der aktuellen Reihe (Abb.7, gelb markierte Perle).
Jetzt kann das 1. Perlenpaar der neuen Reihe aufgenommen werden und wie gewohnt in den nächsten beiden Perlen der eben abgeschlossenen Reihe verankert werden. Durch die doppelte Verankerung der letzten Perle einer Reihe steht diese etwas senkrechter als die anderen, der Faden ist verborgen (Abb. 7–15).
Die letzte Perle einer Reihe wird nur in der letzten Perle darunter verankert, siehe Foto B und C. Statt durch die vorletzte Perle der vorangehenden Reihe wird der Faden außerhalb des Gewebes von unten nach oben zurück in die zuletzt aufgenommene Perle gefädelt. Der Faden zeigt sich am Rand (B). Falls man hier zuerst eine oder mehrere weitere Perlen aufzieht, ergibt sich im Fortgang ein Zackenrand. (Abb. 15–17, Foto C)
Wir weisen hin auf Anleitungen aus
Heft 1, Spitzenarmband, S. 65, mit der zweiten Art des Arbeitsrichtungswechsels, und auf die Halskette Bali,
S. 84, mit der ersten Art des Richtungswechsels.
Schlauch-Ndebele oder „Tubular Herringbone “
Gerade Variation (Foto D)
Für unseren Kurs verwenden wir zum besseren Verständnis Perlen in verschiedenen Farben. Der Leiterstich wird auch für die erste Reihe von Schlauch-Varianten verwendet (Abb. 1–6 und 19).
Die sechste und erste Reihe verbinden (Abb. 20, 21).
Der erste Ring ist hiermit geschlossen und dient nun als Grundgerüst für den Schlauch. Wie die Abb. 22 bis 24 zeigen, nun mit dem Fischgrätstich weitergearbeitet. Am Ende jeder Runde immer einen „Aufschritt“ fädeln.
Aufschritt:
Nachdem das letzte Fischgrät-Pärchen aufgenommen wurde, wird von oben nach unten durch die Folgeperle der Vorrunde gefädelt, weiter durch die letzte Perle der Vorrunde und ebenfalls durch die erste Perle dieser Runde (von unten nach oben) hindurch (Abb. 24).
Die Anleitungen „Taschenschmuck“ auf Seite 28 sowie „Galaranke“ auf Seite 69 verwenden diese Technik.
Gedrehte Variation:
Ohne Aufschritt stetig im Kreis arbeiten, dadurch dreht sich die Kette (Foto E).
Werden verschieden Perlengrößen verwendet, verdreht die Kette noch stärker. (Foto F)
Probieren Sie das Gelernte einfach am Beispiel des Krokodil-Armbands auf Seite 26 aus.