Cypher Space

Heft–01

3 Editorial
4 Inhalt
6 Fundstück der Saison
8 News
10 Grand Prix auf Japanisch
19 Wettbewerb:„Poesie der Elemente“
32 Kurs: eine „neue“ alte Technik
35 Das erste Spiralarmband
44 Stich-Kunst
46 Cypher-Space
63 Ihre Meinung ist uns wichtig
74 Inselträume
86
Farbspiel
89
Perlenladenverzeichnis
90
Perlen-Pionierin
94 Vorschau / Impressum

Anleitungen:
23 „Mischen möglich“
24 Armband „Monika“
26 V-Collier „Valerie“
28 Armband „Valerie“
30 Blumenkranz-Anhänger
38 2-Wege-Kette
41 Queen´s Ring
53 Tornado-Ring
56 Margeriten-Armband
60 Barockperlen Halskette „Angelika“
65 Spitzen-Armband
68 Blumenmeer
84 Halskette „Bali“
88 Domenica Element

Carol Huber Cypher beherrscht den Perlenhimmel. Ihre Kompositionen erfreuen sich einer hohen Aufmerksamkeit.

1972 Supple and Spikey Neclace: Weiche Dornen für den Hals. Weicher und flexibler als ein Peyote-Schlauch.

Carol Huber Cypher gehört zu den seltenen Talenten, die sowohl Designs ent­wickeln als auch gute Lehrer sind. Sie, die in ihrem früheren Leben etwas ganz anderes machte, lebt in New York, und hat bereits einige Bücher geschrieben, die teilweise im Ausland übersetzt wurden. Perlen Poesie fragte sie, woher sie ihre Designinspirationen bezieht und wie sie ihren Unterricht betrachtet.
PP: Vielen Dank, Carol, für Ihr Interesse an unserem neuen Magazin!
Carol: Oh ja, es ist spannend und ich freue mich, mit Ihnen zu reden!

1973 Bead Happy Bracelet: origineller Sicherheitsverschluss die verdickten Enden in der Schlaufe können sich bei Zug nicht öffnen.

PP: Carol, Sie schreiben Bücher, unterrichten Klassen und lehren an der „Bead and Button Show“, der größten Beading-Show überhaupt – mit Beadern aus aller Welt.
Carol: Ja, viele berühmte Lehrer unterrichten dort. Auch viele meiner internationalen Studenten sind anwesend.
PP: Ihr Doppeltalent als Designerin und Lehrerin ist beeindruckend. Beim Durchblättern Ihres Buches „Mastering Beadwork“ gewinnt man den Eindruck, dass Sie eine Gelehrte auf dem Gebiet sind. Sie analysieren darin die vielen verschiedenen Stiche und fassen sie geordnet zusammen.
Carol: (Lacht bei dem Wort „Gelehrte“) Danke. Ich möchte gerne die Stiche untersuchen und diese dann in meinen Perlenwerken einsetzen. Mehr als die Geschichte eines Stiches interessiert mich, seine Besonderheit zu entdecken, seine Möglichkeiten, wie er für meine Designideen verwendbar ist. Die Ergebnisse meiner Experimente teile ich gern mit anderen. Daher sind meine Werke buchstäblich durchtränkt von so vielen „Beadinginformationen“ wie möglich.
PP: Sie entwickeln für einen Stich viele Variationen. In Ihrem Buch werden mit dem bekannten, einfachen Gänseblümchenstich kleine und große Gänseblümchen zusammen benutzt oder Sie fügen ein paar Reihen von Gänseblümchenketten zusammen und geben so diesem gewöhnlichen Stich ein neues Gesicht.
Carol: Danke. Was ich an diesem Stich so mag, ist seine Struktur, die einem rechtwinkligen Stich ähnlich ist. Einige Schüler verwirrt es, dass bei dem rechtwinkligen Stich mit jedem neuen Stich die Richtung gewechselt wird. Für sie ist der Gänseblümchenstich einfacher. Wenn man die Drehpunkt-Perle hinzufügt, bleibt die Richtung des nächsten Stiches jeweils die gleiche. So zeige ich, wie sich bestimmte Stiche auf die eine Art ähneln und auf die andere unterscheiden.

1969 Afrikanischer Polygon-Stich: statt den Faden traditionell um einen Stab zu wickeln, benutzt sie eine innovative eigene Methode.

PP: Beim Lehren versetzen Sie sich sehr intensiv in Ihre Schüler.
Carol: An zwei von sieben Tagen in der Woche unterrichte ich. So lerne ich ihre Sichtweise gut kennen und auch, was ich sagen oder zeigen muss, damit es eingängig ist.
PP: Was hat Sie eigentlich veranlasst, dieses Buch zu schreiben?
Carol: Während meines Berufs­lebens konnte ich meine Zeit so planen, dass ich abends