Perlen-Pop-Art

Heft–08

3 Editorial
4 Inhalt
6 Fundstück der Saison
8 News | Termine
10 Suzanne Golden: Perlen-Pop-Art
22 Kurs: Perlen in der Fläche
56 Porträt: Gisela Hoffmann
78 Perlenladenverzeichnis
82 Buchvorstellungen
83 Tipps und Tricks
84 Wissen: Der Perlen neue Kleider    
86 Interview: Martina Nagele
98 Vorschau/Impressum

Anleitungen
23 Handtasche „Hana-Bi“
27 Tasche „Amulet Purse“
30 Schmuckset „Perlen Poesie“
42 Collier „Dragonfly Escapade“
46 Armband „Spring Freeform“
50 Objekt „Equinox Geopod“    
58 Lariat „English Rose“
63 Ring „Froufrou“    
64 Armband „Helio“    
66 Armband „Coiled Crystals“
68 Armband „Obstsalat“
69 Halskette „Jester Lariat“
71 Collier „Slaying Dragons“
92 Titelstück „Beaucoup d’amusement“

Die Designs der New Yorker Künstlerin Suzanne Golden sind „forte“: mächtig, leuchtend, spielerisch und sehr eigenständig! Keine Scheu hindert sie, große, lustige Plastik- und Acrylperlen zu benutzen. Schauen Sie selbst …

2541 „Bauble licious“ (Leckere Bommel): Die Riesenkugeln entstanden eigentlich als Beitrag für ein Buch über Beaded Beads. Später entschied sich Suzanne, sie in eine Kette umzuarbeiten. Sie erreichte damit sowohl das Finale der Bead Dreams 2007 (Bead & Button) und des renommierten Wettbewerbs des Dairy Barn Art Centers (Athens, Ohio) 2008. Technik: Cross Weave und zusätzliche Verzierungen. Material: Acrylperlen, Rocailles.
2542 Diesen Armreif hat die Künstlerin für sich privat entworfen, er hat deshalb auch keinen Namen, 2010. Technik: Netz und zusätz­liche Verzierungen, Material: Acrylperlen, Rocailles.

Die alte Frage „Was ist Kunst?“ ist auch eine viel diskutierte! Gemeinsam ist den großen Künstlern dieser Welt, dass  sie  mit ihren Arbeiten überraschen, frische Ideen entwickeln, Unerwartetes verbinden, zu neuen Sichtweisen – manchmal sogar Einsichten – animieren. Kunst  aktiviert, belebt! Das trifft auf die Werke von Suzanne Golden ohne Zweifel zu. Schaut man sich diese das erste Mal an, ist man einfach nur erstaunt, wie so unglaublich Schönes mithilfe von quietschbunten Plastikperlen entstehen konnte. Sollten Sie je gedacht haben, dass nicht sein kann, was nicht sein darf – heißt: nicht in Ihre Vorstellung passt – öffnen Sie sich jetzt! Suzanne Goldens Werke erinnern durch die sich wiederholenden Muster in Schwarz-Weiß, alternativ in kräftigen Farben, an Pop-Art!

2543 Dieser Armreif aus dem Jahr 2004 trägt den Namen „Evolution #6“. Zusammen mit anderen Stücken der „Evolutions“-Serie ist er in dem Buch „500 Beaded Objects“ abgebildet. Technik: Peyote, röhren- und spiralförmig, Material: japanische Rocailles.

„Durchschnittlich“ kann man auch Suzannes Auftritt nicht nennen. Sie hat ein sicheres Gefühl für Schnitt und Proportionen, die ihren Typ unterstreichen und doch „augenzwinkernd“ zusammengestellt sind, sie ist quirlig, voller Ideen, offen. Lassen wir sie über sich erzählen: „Es hat wirklich gedauert, bis ich zu meinem Geschmack und Stil stehen konnte. Ich kam aus der Bronx, wo man zu meiner Zeit enge Röcke mit Pullovern und gepolsterten BHs sowie T-Riemchen-Schuhe trug. Als ich auf die Highschool kam, sah ich, dass die Mädchen Hemd­blusenkleider mit schmalen Gürteln, Turnschuhen und heruntergerollte weiße Söckchen trugen. Da ich nicht auffallen wollte, kaufte ich mir schnell dieselben Klamotten. Heute will ich mich abheben! Ich lebe in New York, einer Stadt, in der sich alles um die Jugend dreht, da ist man als ältere Frau praktisch unsichtbar. Doch, ich schaue etwas auffälliger aus – es macht Spaß,